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Liquiditätsrisiko: Was bedeutet das für Ihr Depot?

Liquiditätsrisiko: Analyse & Optimierung

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko gehört zu den Risikodimensionen, die in ruhigen Marktphasen kaum spürbar sind – aber in Krisenzeiten unmittelbar relevant werden können, wie wir in unserer Beratungspraxis bei Wealth Partners Tegernsee immer wieder beobachten. Es beschreibt die Gefahr, dass eine Anlage nicht oder nur mit erheblichen Preisabschlägen verkauft werden kann, wenn man es möchte. Für Privatanleger ist das besonders bei Immobilienfonds, geschlossenen Beteiligungen oder illiquiden Anleihen relevant.

Arten des Liquiditätsrisikos

Marktliquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Wertpapier nicht zum gewünschten Zeitpunkt und Preis gehandelt werden kann. Small Caps, Frontier Markets oder Nischen-ETFs können ein hohes Marktliquiditätsrisiko haben: In Stresssituationen weiten sich die Geld-Brief-Spannen stark aus, oder es gibt schlicht keinen Käufer.

Funding-Liquiditätsrisiko betrifft Anleger, die Kapital aus dem Portfolio abziehen müssen, etwa für Renteneintritt, Immobilienkauf oder unerwartete Ausgaben. Wer illiquide Anlagen in einem solchen Moment verkaufen muss, erzielt unter Umständen erheblich schlechtere Preise als zum Buchwert.

Aus unserer Beratungspraxis

Wir sehen in der Beratung gelegentlich Portfolios, bei denen ein signifikanter Teil des Vermögens in illiquiden Produkten wie geschlossenen Fonds oder Immobilienbeteiligungen gebunden ist. Wenn unvorhergesehene Lebensumstände eine Liquidierung erfordern, entsteht ein echtes Problem. Wir empfehlen, immer einen liquiden Kernbestand zu halten, der in jeder Marktphase veräußerbar ist.

Liquiditätsrisiko in der Portfoliogestaltung berücksichtigen

Eine bewährte Praxis ist die Unterscheidung von Kapital nach Liquiditätsbedarf: Kapital, das in den nächsten ein bis zwei Jahren benötigt wird, sollte ausschließlich in sehr liquiden Anlagen gehalten werden. Mittelfristig gebundenes Kapital (drei bis fünf Jahre) kann etwas weniger liquide Anlagen enthalten. Nur echter Langfristhorizont erlaubt illiquide Anlagen.

Eine grobe Faustregel: Mindestens drei bis sechs Monatslöhne in hochliquiden Anlagen oder Tagesgeld halten, unabhängig vom Gesamtdepot. Das stellt sicher, dass kurzfristiger Kapitalbedarf nicht zu erzwungenen Verkäufen führt.

Unser Tipp

Möchten Sie das Liquiditätsrisiko Ihres Portfolios einschätzen? Der Depot Risk Check analysiert Ihr Depot auf strukturelle Liquiditätsrisiken.

Weitere Informationen zur Aufklärung über Finanzrisiken finden Sie bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Professionelle Begleitung für Ihre finanzielle Zukunft

Wealth Partners Tegernsee bietet Ihnen eine von Banken unabhängige sowie vollkommen transparente Vermögensverwaltung. Unser etablierter Ansatz verbindet eine sehr tiefgreifende Risikoanalyse mit einer klaren, objektiven Kommunikationskultur. Ob Sie Ihr bestehendes Depot auf wesentliche Schwachstellen in Ruhe prüfen lassen oder eine komplett neue Anlagestrategie gemeinsam entwickeln möchten – wir stehen Ihnen als vertrauensvoller Partner jederzeit zur Seite. Darüber hinaus nutzen wir modernste Instrumente wie den Depot Risk Check, um verborgene Risiken präzise und für Sie verständlich aufzudecken. Aus diesem Grund können Sie informierte, gut durchdachte und rationale Finanzentscheidungen treffen. Zusätzlich profitieren Sie von unserer jahrelangen Erfahrung am Kapitalmarkt, wodurch wir Ihr Vermögen langfristig und vor allem sicher abstützen.

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