Die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigt Rekordgewinne in den USA und Europa – doch der Boom ruht auf wenigen Schultern: Chiphersteller, Energie und der KI-Hype treiben die Zahlen, während deutsche Autobauer in China einbrechen.
Staffel 2, Folge 41:
Rekordgewinne, aber für wen?
Die Berichtssaison zum dritten Quartal zeigt Rekordgewinne in den USA und Europa – doch der Boom ruht auf wenigen Schultern: Chiphersteller, Energie und der KI-Hype treiben die Zahlen, während deutsche Autobauer in China einbrechen.🧠 Worum geht’s in dieser Folge?
Die großen Unternehmen melden für das dritte Quartal 2026 beeindruckende Gewinnzuwächse – in den USA fast 30 Prozent, in Europa über 20 Prozent. Doch hinter den Rekordzahlen verbergen sich sehr unterschiedliche Geschichten: Während Chiphersteller und Energiekonzerne boomen, kämpfen deutsche Autobauer mit massiven Einbrüchen im China-Geschäft.Frage 1 – Wie breit ist der Gewinnboom?
Christoph Siebecke ordnet ein: Die Gewinnbreite ist durchaus gegeben – rund 80 Prozent der Unternehmen werden die Prognosen schlagen. Doch die spektakulären 30 Prozent Wachstum verdanken sich vor allem Öl- und KI-Werten, während selbst etablierte Konsumgüterkonzerne wie McDonald’s und Coca-Cola solide, aber deutlich moderater wachsen.Frage 2 – Wer verdient am KI-Boom?
Laut Christoph Siebecke sind Investoren derzeit noch genügsam bei den quantitativen Renditen – wichtiger ist aktuell die Marktdurchdringung. Die Monetarisierung hat jedoch bereits begonnen, und sobald die hohen Anfangsinvestitionen in Rechenzentren getätigt sind, werden auch die großen Technologiekonzerne vom KI-Boom profitieren.Frage 3 – Erholung oder Energie?
Christoph Siebecke sieht Europa vor allem von der sich aufhellenden Weltkonjunktur profitieren – nicht nur Ölkonzerne, auch die Industrie und Hersteller erneuerbarer Energien legen zu. Die europäischen Börsen zeigen Widerstandsfähigkeit, doch der Durchbruch nach oben steht noch aus und hängt stark von der Notenbankpolitik ab.Frage 4 – Wachstum ohne die Autobauer?
Christoph Siebecke erklärt: Das Gewicht der deutschen Autoindustrie an der Gesamtwertschöpfung nimmt kontinuierlich ab – die fünf größten Autokonzerne stehen im DAX nur noch für gut fünf Prozent Indexgewicht. Der DAX bleibt damit ein brauchbares Instrument für deutsche Aktien, ist mit 32 Prozent aber weiterhin industrielastig.Frage 5 – Portfolio-Schlüsse für Anleger
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